{"id":535,"date":"2010-09-17T14:26:43","date_gmt":"2010-09-17T12:26:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/?p=535"},"modified":"2016-09-19T13:57:21","modified_gmt":"2016-09-19T11:57:21","slug":"mb-peltastis-ex-ms-alsterpark","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/Archive\/535","title":{"rendered":"M\/B Peltastis ex. MS Alsterpark"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 30.12.1952 lief das Frachtmotorschiff &#8222;Alsterpark&#8220; vom Stapel und am 06.03.1953 liefert es die Schiffswerft D. W. Kremer &amp; Sohn in Elmshorn an die Hamburger Reederei Weidtmann &amp; Ballin ab. Das als Volldecker vermessene Schiff ist 874 BRT gro\u00df und tr\u00e4gt etwa 1200 t. Es wird durch einen 800 PS starken Dieselmotor angetrieben und erreicht etwa 11,25 Knoten Geschwindigkeit.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Schwestersdiiff, die &#8222;Alsterdamm&#8220;, war bereits im November vorigen Jahres, allerdings als Shelterdecker von etwa 890 BRT, in Dienst gestellt worden. Besonderer Wert wurde auf \u00fcberdurchschnittliche Laderauml\u00fcftung gelegt. Die &#8222;Alsterpark&#8220; wurde, ebenso wie die &#8222;Alsterdamm&#8220;, zun\u00e4chst bis zum Ende der Saison in der Fruchtfahrt von Spanien besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 4. Januar 1968 lief die Peltastis in Rijeka ein, wo sie 500t Erz und 60t weitere Fracht l\u00f6schte. Danach lief sie den kleinen Hafen von Jurjevo (nahe Senj) an. Am Morgen lud sie 500m3 Holz. Kurz nach der Verladung verschlechterte sich das Wetter zusehends. Der Kapit\u00e4n entschied den nicht sehr sicheren Hafen zu verlassen und Richtung Crikvenica in See zu stechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nahe Crikvenica wurde Anker geworfen. Der Kapit\u00e4n hoffte das, mit laufendem Motor, verankerte Schiff so durch den Sturm zu bringen. Doch Sturm und Seegang wurden w\u00e4hrend der Nacht immer st\u00e4rker. Zwei Stunden bevor sie sank, wurde die Peltastis von 200Km\/h schnellen B\u00f6en der Bora (ein Wind in dieser Gegend) losgerissen. Der Grund daf\u00fcr war, dass der Meeresboden hier sandig ist und der Anker keine M\u00f6glichkeit hatte sich festzukrallen. Nach zweist\u00fcndigem Kampf mit Wind und Wellen zerschellt sie am 8. Januar 1968 gegen 4:30 Uhr vor der Insel Krk in der N\u00e4he des Ortes Silo und nahm Kapit\u00e4nTheodoros Belesis mit sich. Es war des Kapit\u00e4ns freie Entscheidung. Von den 12 Matrosen, die \u00fcber Bord sprangen, \u00fcberlebten nur 4.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein paar Monate sp\u00e4ter besuchten Taucher aus Crikvenica das Wrack. Im Kartenraum fanden sie den aufrecht treibenden K\u00f6rper des Kapit\u00e4ns. 10 Monate nach dem Untergang wurde er geborgen und auf dem Kozala-Friedhof in Rijeka beigesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil das Schiff unter griechischer Flagge fuhr, nennen es die Einheimischen auch Grk (der Grieche).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/peltastis_wrack_e.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-537\" src=\"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/peltastis_wrack_e-300x159.jpg\" alt=\"Peltastis\" width=\"300\" height=\"159\" srcset=\"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/peltastis_wrack_e-300x159.jpg 300w, http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/peltastis_wrack_e-280x149.jpg 280w, http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/peltastis_wrack_e.jpg 503w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wrack wird mit dem Tauchboot in ca. 10 Minuten erreicht. Es liegt k\u00fcstennah in der N\u00e4he des Ortes Silo.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Schiff ist ca. 60 Meter lang und befindet sich auf Tiefen zwischen 16 und 32 Meter. Die Durchschnittstiefer w\u00e4hrend des Tauchgangs betr\u00e4gt ca. 25 Meter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Tauchgang beginnt an einer Boje, die mit einem Seil entweder mit der Br\u00fccke oder dem Mittelmast verbunden ist. Von dort aus kann man bequem w\u00e4hrend eines Tauchgangs das komplette Wrack umtauchen. Interessant is der Bugbereich, an dem unz\u00e4hlige R\u00f6hrenw\u00fcrmer ein neues Zuhause gefunden haben und viele Winden und Abluftrohre Gelegenheit geben um neues zu entdecken. Bei den Lader\u00e4umen oder im Heckbereich erwischt man des \u00f6fteren einen der gro\u00dfen Congeraale die tags\u00fcber meist aus Bel\u00fcftungssch\u00e4chten herausschauen. Die Schraube liegt auf 32 Metern im weichen Sediment. Gro\u00dfe Fischschulen habe sich am Wrack angesiedelt, die einen schon beim abtauchen im 15 Meter Bereich erwarten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Am 30.12.1952 lief das Frachtmotorschiff &#8222;Alsterpark&#8220; vom Stapel und am 06.03.1953 liefert es die Schiffswerft D. W. Kremer &amp; Sohn in Elmshorn an die Hamburger Reederei Weidtmann &amp; Ballin ab. Das als Volldecker vermessene Schiff ist 874 BRT gro\u00df und tr\u00e4gt etwa 1200 t. 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