{"id":488,"date":"2010-09-17T11:40:44","date_gmt":"2010-09-17T09:40:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/?p=488"},"modified":"2016-09-19T13:59:49","modified_gmt":"2016-09-19T11:59:49","slug":"hms-maori","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/Archive\/488","title":{"rendered":"HMS Maori"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die nach den Maori, den Ureinwohnern Neuseelands benannte HMS Maori lief am 2. September 1936 bei der Fairfield Shipbuilding &amp; Engineering Company in Govan, einem Stadtteil Glasgows, Schottland, vom Stapel.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach ihrer Indienststellung wurde sie zun\u00e4chst in Alexandria als Teil der 4. Zerst\u00f6rerflottille stationiert, die unter dem Kommando von Kapit\u00e4n Philip Vian auf der HMS Cossack stand. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs kam die HMS Maori mit ihren Schwesterschiffen zun\u00e4chst im Mittelmeerraum als Eskorte f\u00fcr Konvois und bei Kontrollen des Schiffsverkehrs auf Konterbande zum Einsatz, bis sie im Oktober nach Gro\u00dfbritannien zur\u00fcckverlegt wurde. Hier fuhr sie anfangs vor allem Patrouillen in der Nordsee. Hierbei konnte die HMS Maori zusammen mit der HMS Inglefield bei der Bergung des havarierten U-Bootes HMS Triad Hilfestellung geben. Nach einer \u00dcberholung im M\u00e4rz 1940 kam der Zerst\u00f6rer beim Norwegen-Unternehmen zun\u00e4chst als Eskorte f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Einheiten der Royal Navy zum Einsatz und sch\u00fctzte zusammen mit dem Schwesterschiff HMS Afridi am 19. und 20. April einen Konvoi, der franz\u00f6sische Truppen nach Namsos brachte. Nachdem die Deutschen in Norwegen die \u00dcberhand gewannen, kamen die beiden Schiffe bei der Evakuierung der Franzosen aus Namsos zum Einsatz. Hierbei wurde die HMS Maori durch Bombensplitter besch\u00e4digt, f\u00fcnf Besatzungsmitglieder starben. W\u00e4hrend die HMS Afridi und der franz\u00f6sische Zerst\u00f6rer Bison w\u00e4hrend der Evakuierung deutschen Angriffen zum Opfer fielen, gelang der HMS Maori die R\u00fcckkehr nach Gro\u00dfbritannien, wo sie nach provisorischer Reparatur wieder in See ging.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Juni 1940 war die HMS Maori Teil eines Verbands, der nach Island geschickt wurde, um angeblich dort befindliche deutsche Kriegsschiffe zu vernichten. Zur Erleichterung der Besatzung, deren Schiff bei einem Vorsto\u00df in den Seidisfjord als K\u00f6der genutzt wurde, um die Deutschen herauszulocken, waren dort keine gegnerischen Schiffe oder Truppen anzutreffen. Am 20. Juni 1940 wurde die HMS Maori zusammen mit der HMS Tartar und der HMS Mashona zu den Far\u00f6erinseln geschickt, um vier Kriegsschiffe zu beschlagnahmen, die von Italien an Schweden abgegeben worden waren \u2013 es sollte verhindert werden, dass sie in deutsche H\u00e4nde geraten. Nachdem eine milit\u00e4rische Konfrontation nur knapp vermieden worden war und die Schweden die Schiffe \u00fcbergeben hatten, stellte sich heraus, dass diese aufgrund ihres schlechten Zustands kaum seetauglich waren. Sie wurden deshalb zur\u00fcckgegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/hms-maori2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-490\" src=\"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/hms-maori2-300x202.jpg\" alt=\"Maori\" width=\"300\" height=\"202\" srcset=\"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/hms-maori2.jpg 300w, http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/hms-maori2-280x189.jpg 280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Dezember 1940 erhielt die HMS Maori bei einer Routine\u00fcberholung in Hebburn eine 4-Zoll-Zwillingsflak, die eines der 4,7-Zoll-Gesch\u00fctze ersetzte. Ab Januar 1941 diente der zu diesem Zeitpunkt von Commander H.T. Armstrong, DSO, gef\u00fchrte Zerst\u00f6rer zusammen mit seinen Schwesterschiffen HMS Cossack, HMS Sikh und HMS Zulu als Konvoieskorte in den sog. &#8222;Western Approaches&#8220; (dem Seegebiet westlich von Gro\u00dfbritannien). W\u00e4hrend sie den Konvoi WS-8B begleiteten, erhielten die Schiffe am 25. Mai 1941 den Befehl, diesen zu verlassen und sich an der Jagd auf die Bismarck zu beteiligen. Die Behauptung, der entscheidende Radarkontakt mit dem deutschen Schlachtschiff sei von der HMS Maori hergestellt worden, stimmt nicht. Der Zerst\u00f6rer fuhr mit seinem Verband in der Nacht vom 26. auf den 27. Mai eine Reihe erfolgloser Torpedoangriffe auf das deutsche Schlachtschiff. Nach dem Untergang des Gegners barg die HMS Maori zusammen mit dem Kreuzer HMS Dorsetshire \u00dcberlebende und rettete 25 deutsche Seeleute. Die Bergung musste wegen einer falschen U-Boot-Meldung abgebrochen werden. Nach der Jagd auf die Bismarck kam die HMS Maori auch im \u00c4rmelkanal beim Schutz von K\u00fcstenkonvois zum Einsatz. Zur Verteidigung gegen deutsche Torpedoboote erhielt sie zwei Zweipf\u00fcnder-Schnellfeuergesch\u00fctze und bei einem Aufenthalt in Londonderry ein Radarger\u00e4t vom Typ 286M.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende 1941 wurden HMS Maori und HMS Sikh in das Mittelmeer verlegt, um dort die 14. Zerst\u00f6rerflotille zu verst\u00e4rken. Bei einer Unterst\u00fctzungsmission nach Tripoli f\u00fcr die auf Malta stationierte Force K gelang der HMS Maori am 13. Dezember 1941 zusammen mit HMS Sikh, HMS Legion und dem holl\u00e4ndischen Zerst\u00f6rer Isaac Sweers vor Cap Bon die Versenkung der beiden italienischen Kreuzer Alberico da Barbiano und Alberto di Guiossano. Nachdem die Italiener jedoch die beiden Schlachtschiffe HMS Queen Elizabeth und HMS Valiant im Hafen von Alexandria durch \u201eTorpedoreiter\u201c schwer besch\u00e4digt hatten und die Force K durch Minen vor Tripoli schwere Verluste erlitt, wurde aus HMS Maori, HMS Sikh und HMS Zulu die 22. Zerst\u00f6rerflottille gebildet, die in Malta stationiert wurde. Mangels gr\u00f6\u00dferer Kriegsschiffe sollten die drei Zerst\u00f6rer Malta und dorthin gehende oder von dort kommende Konvois sch\u00fctzen. Solang Libyen mit den dortigen Flugpl\u00e4tzen in britischer Hand war, konnten diese Konvois ohne gro\u00dfe Gefahr durch Luftangriffe durchgef\u00fchrt werden. Dies \u00e4nderte sich allerdings im Februar 1942, als das deutsche Afrikakorps und seine italienischen Verb\u00fcndeten Libyen zur\u00fcckeroberten. Gleichzeitig begannen die Achsenm\u00e4chte eine Reihe von massiven Luftangriffen gegen Malta, um die Insel als britische Flotten- und Luftwaffenbasis auszuschalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am fr\u00fchen Morgen des 12. Februar 1942, gegen 02:00, erhielt die im Grand Harbour von Valletta vor Anker liegende HMS Maori bei einem deutschen Luftangriff einen direkten Treffer durch die Fliegerbombe einer Ju 88, die das Deck durchschlug, im Bereich des Maschinenraums detonierte und einen Brand und eine Explosion ausl\u00f6ste, die auch den in der N\u00e4he liegenden Zerst\u00f6rer HMS Decoy besch\u00e4digte. Das Schiff sank an seinem Ankerplatz. Da die Crew gr\u00f6\u00dftenteils an Land in einem Bunker geschlafen hatte, starb nur ein Besatzungsmitglied. Da der Meeresgrund an der Untergangsstelle sehr flach war, ragte der Rumpf noch teilweise aus dem Wasser. Obwohl das Wrack ein erhebliches Hindernis im Hafenbecken darstellte, wurde es zun\u00e4chst an seiner Position belassen. Die beiden vorderen Gesch\u00fctze \u201eA\u201c und \u201eB\u201c konnte man demontieren und anderweitig verwenden. Im Zuge der deutsch-italienischen Luftoffensive erhielt die HMS Maori weitere Bombentreffer. Ende 1942 wurde das Wrack von seiner urspr\u00fcnglichen Position in die St. Elmo Bay geschleppt, im Juli 1945 versuchte man, es endg\u00fcltig zu entfernen und in tiefem Wasser au\u00dferhalb des Hafens zu versenken. Hierbei brach es allerdings auseinander, so dass dieses Vorhaben nur teilweise umgesetzt werden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der im Hafen verbliebene Rest des Zerst\u00f6rers, der etwa 35 Meter lange vordere Teil, liegt im Marsamxett Harbour von La Valletta in einer Tiefe von 8 bis 16 Metern. Trotz der f\u00fcr maltesische Verh\u00e4ltnisse eher schlechten Sichtweiten von etwa 10 m hat sich die HMS Maori einem der popul\u00e4rsten Wracktauchpl\u00e4tze Maltas entwickelt \u2013 sie ist leicht zug\u00e4nglich, flach gelegen, weist einen sch\u00f6nen Bewuchs auf und ist von erheblichem historischem Interesse. Der betauchbare Teil des Zerst\u00f6rers umfasst den vorderen Teil, von dem vor allem die Br\u00fccke und die Halterungen der beiden vorderen Gesch\u00fctze erkennbar sind. Aufgrund der gro\u00dfen \u00d6ffnungen ist es einfach, in die Innenr\u00e4ume des Wracks einzudringen und sie zu durchtauchen. Eine gewisse Gefahr geht von den in und um das Schiff liegenden Granaten und Torpedos aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Quelle: Wikipedia)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die nach den Maori, den Ureinwohnern Neuseelands benannte HMS Maori lief am 2. 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