{"id":480,"date":"2010-09-17T11:35:35","date_gmt":"2010-09-17T09:35:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/?p=480"},"modified":"2016-09-19T14:00:50","modified_gmt":"2016-09-19T12:00:50","slug":"dunraven","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/Archive\/480","title":{"rendered":"Dunraven"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der 85 m lange und 10 m breite Frachter Dunraven lief 1873 in Newcastle (England) bei der Werft Mitchell Iron Shipbuilders vom Stapel. Das Schiff mit Stahlrumpf und Holzdecks verf\u00fcgte \u00fcber eine Dampfmaschine und eine Hilfsbesegelung mit zwei Masten und Schonertakelung. <!--more-->Die Dunraven wechselte in drei Jahren dreizehn Mal den Besitzer. Auf ihrer letzten Reise war sie mit einer Ladung Baumwolle, Holz und Gew\u00fcrze auf dem Weg von Bombay (Indien) nach Newcastle, als sie am 22. April 1876 mit voller Fahrt auf das Riff Sha&#8217;ab Mahmoud auflief. F\u00fcr den Unfall wurde sp\u00e4ter ein Navigationsfehler des Kapit\u00e4ns verantwortlich gemacht. Das Schiff geriet nach dem Aufprall in Brand. Die Besatzung konnte einen Teil der Ladung und Ausr\u00fcstung retten, bevor die Dunraven aufgegeben wurde. Etwa 12 Stunden nach dem Auflaufen sank sie mit dem Heck voran. Die Besatzung konnte sich retten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dunraven2.gif\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-482\" src=\"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dunraven2-214x300.gif\" alt=\"Dunraven\" width=\"214\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dunraven2-214x300.gif 214w, http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dunraven2-729x1024.gif 729w, http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dunraven2-280x393.gif 280w, http:\/\/www.wilddive.de\/new\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Dunraven2-660x927.gif 660w\" sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wrack der Dunraven wurde 1977 bei einer geologischen Expedition entdeckt und ab 1978 von Scharm el Scheikh aus mit Tauchbooten angefahren. Die Identit\u00e4t des Wracks blieb lange ungewiss, u.a. gab es Spekulationen, es habe sich um ein Schiff gehandelt, dass Gold f\u00fcr T. E. Lawrence (&#8222;Lawrence of Arabia&#8220;) transportiert habe. Erste Anhaltspunkte zum Alter des Schiffes, aus denen schlie\u00dflich seine Identifizierung resultierte, gaben im Wrack gefundene Mineralwasserflaschen, die einem bis 1880 existierenden Hersteller zugeordnet werden konnten.<br \/>\nDie Dunraven liegt auf mit dem Kiel nach oben am Riff, die tiefste Stelle bei etwa 29 m stellt das Heck dar, w\u00e4hrend die Kielspitze bis 18 m aufsteigt. Der Bug ist abgebrochen, liegt aber noch im Verband mit dem Rest des Schiffs. Der markanteste Punkt des Wracks ist das Ruder mit der Schiffsschraube, die einen dichten Bewuchs aus Korallen (Stein- und Lederkorallen) aufweisen. Vom Heck aus auf der linken Seite liegen die beiden abgeknickten Masten und weitere Reste der Aufbauten. Durch zahlreiche L\u00f6cher und Risse kann man weitgehend gefahrlos in das Innere des Rumpfs eindringen, in dem u.a. die Reste der Dampfmaschine zu finden sind. Das durch diese L\u00f6cher von au\u00dfen einfallende blaue Licht ergibt sehr sch\u00f6ne Eindr\u00fccke. Aufgrund ihrer langen Zeit auf dem Meeresgrund weist die Dunraven einen starken Bewuchs aus Stein-, Leder- und Weichkorallen und stellt ein Biotop mit gro\u00dfem Artenreichtum dar. Zu den im Inneren des Rumpfs anzutreffenden Tieren geh\u00f6ren u.a. Glasfische, Rotfeuerfische und Zackenbarsche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 85 m lange und 10 m breite Frachter Dunraven lief 1873 in Newcastle (England) bei der Werft Mitchell Iron Shipbuilders vom Stapel. 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